Lateralsklerose

Effektivität der Aminosäurentherapie bei der Behandlung der Amyotrophischen Lateralsklerose

Die Amyotrophe Lateralsklerose - ALS (oder die Krankheit der Motoneurone) ist eine schwerwiegende progresive degenerative Erkrankung des Nervensystems. Die Überlebenszeit mit dieser Krankheit betrifft im Mittel etwa drei bis fünf Jahre, in etwa 10% der Fälle hat die Amyotrophe Lateralsklerose einen leichten Verlauf und das Leben des Kranken kann auch länger dauern.
 
Angesichts dessen, dass die Ursache der Amyotrophen Lateralsklerose unbekannt ist, existiert keine kausal Behandlung, die auf die Ursache gezielt einwirkt.  
 
In den Anfangsstadien der Amyotrophen Lateralsklerose werden die Patienten meistens mittels Rilutek behandelt (Wirkstoff Rilusol), in die klinische Praxis wurde dieser im Jahre 1994 eingesetzt. Dieses Präparat inhibiert die Verarbeitung des Glutamat – grundlegender anregungs Neotransmitter im zentralen Nervensystem. Es wird angenommen, dass das Glutamat eine erfolgreiche Rolle beim Nervenzellentod spielt und somit für den Zerfall der Motoneuronen und die Atrophie der Vorderhornzellen des Rückenmarks verantwortlich ist. Rilutek bewirkt eine Verlängerung der Überlebenszeit im Mittel um etwa drei Monate gegenüber dem Placebo, aber bei Kranken im fortgeschrittenen Stadium dieser Erkrankung, ist die Überlebenszeit und die motorische Funktion bei der Theraoie mittels Rilusol signifikant ohne Unterschied vom Placebo. Der monatliche Kostenaufwand liegt bei ca.acht Tausend Kronen und wird nur für eine geringe Gruppe der Patienten von der Krankenversicherung übernommen.    
Zu weiteren Möglichkeiten, wie man den Zustand des Kranken verbessern kann, sind unterstützende Therapien und die symptomatische Behandlung. Die Patienten führen z. B. Atemübungen durch, widmen sich dem Autotraining, nehmen Schmerzmedikamente ein, Myorelaxancia, Vitamine der Gruppe E und B in hohen Dosen, Kreatin und Koenzym Q10.
Bei Patienetne mit ALS wird auf experimenteller Basis auch die Nutzung der Stammzellen getestet. In manchen Fällen wurden die Stammzellen intratekal oder intraspinal aplliziert. Ein therapeutischer Effekt wurde aber eindeutig nicht bewiesen.      
Für die Unterstützung der Kranken an ALS existieren viele Methoden, aber deren Wirkung ist begrenzt in Hinblick auf den progressiven Charakter der Erkrankung.
 
Eine weitere Möglichkeit, wie man den Zustand der Kranken mit ALS verbessern könnte, sind Aminosäurenkomplexe. Bei Kranken mit Amyotrophen Lateralsklerose ist die Verabreichung sehr wirksam. Die Aminosäurenkomplexe können die Amyotrophe Lateralsklerose nicht heilen, aber können den degenerativen Prozess lindern und wesentlich die Lebensqualität der Patienten mit ALS verbessern.  
 
Die Aminosäurenpräparate verfügen über mehr Auswirkungen:
 Beim Kranken helfen die Aminosäurenkomplexe 
Die Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar. In vielen Fällen können aber die Aminosäurenkomplexe das Leben des Kranken verlängern und hauptsächlich die Lebensqualität verbessern.
 
Über die Amyotrophe Lateralsklerose 

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine relativ seltene neurodegenerative Erkrankung, deren Vorkommen mit dem Alter zunimmt. Sie kommt häufiger bei Männern als bei Frauen vor. Die Erkrankung kann genetisch verbunden sein (autosomale dominante Vererbung), oder kann auch sporadisch auftreten. Die Symptome der Erkrankung sind variabel und die Diagnostik, hauptsächlich im Anfangsstadium, ist nicht einfach.     

In der klinischen Praxis unterscheiden wir diverse Formen:

Die häufigste Form ist die klassische – ca. 65% der Fälle
 
Die Ursache der Amyotrophen Lateralsklerose ist unbekannt. Es wurden viele Möglichkeiten, wie es zur Degeneration der Motoneurone kommt untersucht, aber es wurde nichts bestätigt.
Zu den vermuteten Faktoren des Entstehens gehört oxidativer Stress, glutamatäre Toxizität, die Kalziumrolle, genenitsche Faktoren (etwa 10% der Patienten hat ALS in der Familienanamnese, wobei zum 70. Lebensjahr 90% der Träger erkrankt), auch nimmt man ein Virus- oder Autoimunfundament an.     
 
Die Amyotrophe Lateralsklerose erscheint in den Anfängen unspezifisch. Die Kranken sind müde, sie weisen Symptome auf, die eine Schluckstörung indizieren, leiden an Dysarthrie, können an Atemstörungen leiden (hauptsächlich nachts), oder unerklärlich stürzen. 
 
Die Diagnose wird anhand der klinischen Symptome festgesetzt. Bei den Kranken werden noch diverse Untersuchungen durchgeführt, aber deren Rolle ist es eher andere Ursachen auszuschließen, als die Diagnose zu bestätigen. Die Kranken werden auch biochemisch untersucht, ist wird eine serologische Untersuchung getätigt, eine Lumbalpunktion, Elektromyographie, magnetische Resonanz des Gehirns und der Halswirbelsäule. Wichtig ist auch die Spirometrie und Muskeltest für die weitere Beobachtung der Erkrankung. 
 
In der Behandlung der Amyotrophen Sklerose werden viele Methoden eingesetzt, diese haben aber nur einen begrenzten Effekt. Den Kranken wird Rilutek verabreicht, dieser wieder nur mit begrenztem Effekt, experimentell ist die Methode der Applikation von Stammzellen. 
Wichtig ist vor allem die symptomatische Therapie. Die Therapie konzentriert sich auf die Schmerzdämpfung, die Krämpfe und Spastizität.
Es ist immer wichtig, die Therapie der Krankheit anzupassen, der Muskelschwäche und Atemfunktionen, damit es während der Therapie nicht zur Verschlimmerung dieser Beschwerlichkeiten kommt. Die Physiotherapie hilft bei den Gelenkschmerzen. Bei Kranken mit ALS ist es auch wichtig den Nährwertzustand zu beobachten, weil es bei Schluckstörungen zur beschränkten Zufuhr von Nährungsmittel kommen kann. Kranke, die an Dysarthrie leiden, werden regelmäßig beobachtet, weil die Dysarthrie in die Anarthrie übergehen kann. Den Kranken wird eine logopädische Behandlung gewährleistet. Noch vor Beginn der Anarthrie-Entwicklung müsste festgelegt werden, wie der Kranke mit seiner Umgebung weiter kommunizieren wird.   Bei den Kranken wird auch systematisch die Atemkapazität und das Atmen während der Nacht beobachtet. Mäßige Beschwerden kann eine erhöhte Position der Oberkörpers während der Nacht oder eine Sauerstoffzufuhr verbessern. Weitere Methoden wie stützende Belüftungsanlagen und eine künstliche Lungenatmung sind schwer erschwinglich.
Als untrennbares Bestandteil sollte man auch den Einsatz einer psychologischen Hilfe beim ALS Kranken betrachten.