Die Wirkung der Aminosäuren – Präparate
Anwendungsindikationen in der Kinderpsychoneurologie
Das Spektrum der Gehirnerkrankungen im Kindesalter, wo die Aminosäuren-Präparate verwendet werden, ist groß und schließt in erster Linie die perinatale Störung des zentralen Nervensystems, die zerebrale Kinderlähmung, die Hemmung der psychisch-sprachlichen Entwicklung, das Syndrom des Aufmerksamkeitsmangels mit Hyperaktivität, den Autismus, die Epilepsie und die Erbkrankheiten mit Störungen des Nervensystems ein.
Effektivität der Aminosäuren-Therapie bei Perinatalenzephalopathie der Neugeborenen
Während der Enzephalopathie entsteht eine Störung der Reihenfolge der Wachstumsphasen und der Differenzierung des Gehirns – die gesunden Gehirnzellen können sich in den Prozess des Zellunterganges einschalten und das ermöglicht die weitere Entwicklung des klinischen Bildes der zerebralen Kinderlähmung, der Epilepsie, des Hydrozephalus und der geistigen Behinderung. Das heißt, die perinatale Pathologie gilt als ein ursächlicher Faktor mehrerer Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Kindesalter. Andererseits erlaubt die Flexibilität des Gehirns des Kindes, die im perinatalen Alter erhaltene Störung wesentlich zu kompensieren, wenn der medizinische Eingriff früh genug und adäquat ist. Die Methode der Aminosäuren-Therapie ist eine Möglichkeit, die gestörten biochemischen Reaktionen im Gehirngewebe zu korrigieren, insbesondere das gestörte Energiepotenzial der Neuronen wieder herzustellen, die Prozesse der Remyelinisierung zu verstärken sowie toxische Metabolite zu neutralisieren. So gilt die Verschreibung der Aminosäuren-Präparate für Kinder mit den Merkmalen der perinatalen Gehirnstörung als wirksame Prophylaxe gegen die weitere Entwicklung der Erkrankungen mit dem psychoneurologischen Profil.
Effektivität der Aminosäuren -Therapie bei der Behandlung der zerebralen Kinderlähmung – ZKL
Die Aminosäuren – Behandlung verbessert effektiv:
- die Sprach-und Intellektentwicklung (bei Sprachstörungen, Entwicklungsverzögerung, Reatardation)
- Muskeltonus, Spastik, Gleichgewicht und Bewegungskoordinierung
- verbessert wesentlich den Ablauf der Rehabilitation bei hohen oder niedrigen Muskeltonus, Spastik
Die Aminosäuren-Behandlung bietet eine komplexe Lösung der neurologischen Erkrankungen. In der Entstehungsursache – im zentralen Nervensystem bewirkt sie die Stimulation der Neurogeneze, aktiviert die schlafenden Nervenzellen und der Organismus nutzt die eigenen Reserven und somit kommt es zur Erneuerung oder Verbesserung des Defizites der betroffenen Funktion im Organismus.
Wie bekannt, gilt die zerebrale Kinderlähmung - ZKL als eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems im Kindesalter. PatientInnen mit der Diagnose der Kinderlähmung – ZKL bilden den größten Anteil an denjenigen, welche die Aminosäuren-Therapie erhalten. Je nach der Form der Erkrankung (spastische Diplegie, hemiparetische, atonisch-astatische oder hyperkinetische Form) und je nach dem Überschuss einer bestimmten Symptomatik werden bestimmte Kombinationen von Aminosäuren verschrieben. Bei der spastischen Diplegie beträgt die Dauer der Therapiekur 8 Wochen. Eine positive Dynamik des psychoneurologischen Zustandes wird praktisch in allen Fällen registriert. Als erstes Merkmal der Verbesserung gilt die Senkung der Spastik, welche schon am 2. bis 5. Tag der Behandlung registriert wird. Das Endergebnis, d.h. eine Normalisierung der Motorik, wird nach einigen Behandlungskuren erreicht. Die Formen der muskulären Hypotonie und der Hyperkinesen sind schwieriger zu behandeln. In diesen Fällen ist eine größere Anzahl an Kuren erforderlich und der Effekt ist eher individuell. In diesen Fällen aber erscheinen bei den Kindern neue Bewegungen in den Extremitäten, die Kinder sind imstande, sich auf die andere Seite zu wenden, selbständig zu sitzen, zu stehen und endlich zu laufen. Die meist verwendeten medikamentösen und nicht medikamentösen Methoden, die auf die Verringerung der Spastizität gerichtet sind (z.B. Baklophen, darunter seine intrathekale Einführung, die intramuskuläre Einführung von Botulinumtoxin, Massage und Heilgymnastik) ergeben einen befristeten Effekt. Die Methode der Aminosäuren-Therapie, welche zur Stimulierung der früher nicht arbeitsfähigen Nervenzellen und zur Nutzung von eigenen Reserven des Organismus führt, ergibt einen stabilen positiven Effekt. In den meisten Fällen bleiben nach der Behandlung die erreichten Änderungen nicht einfach nur erhalten. In vielen Fällen wird nach der Beendigung der Kur eine weitere positive Dynamik beobachtet. Besonders trifft das für die Korrektur des bei der zerebralen Kinderlähmung zu beobachtenden intellektuellen und sprachlichen Mangels zu.
Wie bekannt, gilt als ein häufiges Problem bei der zerebralen Kinderlähmung die abnorme Veränderung der Sehkraft. Im Hintergrund der Aminosäuren-Therapie treten die ersten positiven Ergebnisse der Wiederherstellung der Sehkraft schon zum Ende der ersten Behandlungskur auf. Falls die Ursache der Erblindung die Rückbildung der Sehnerven war, wurde das therapeutische Ergebnis praktisch in jedem Fall registriert. Zum Ende der ersten Kur verringert sich das Augenbeben, die Ptose, vergrößert sich die Amplitude und der Umfang der Bewegungen der Augäpfel, verringert sich der Schielwinkel um 5 bis 20 Grad. Diese Änderungen führen zur Entstehung der Blickfixation und zur Wiederherstellung des Binokularsehens. Während der Behandlung wächst die positive Dynamik. Bei der Amaurose der zentralen Genese ergibt die Einnahme der Aminosäure-Präparaten weniger ausgeprägte Ergebnisse.
Es existieren mehrere Type der zerebralen Kinderlähmung –ZKL – deren Diagnostik der Schlüssel für die Therapiewahl ist:
- spastische Diplegie der Kinderlähmung – ZKL
- hemiparetische Form der Kinderlähmung – ZKL
- atonisch-ataktische Form der Kinderlähmung – ZKL
- hyperkinetische Form der Kinderlähmung – ZKL
- und weitere Formen der Kinderlähmung – ZKL
Jede Form zeichnet sich durch spezifische Symptomatik aus, für die eine spezifische Kombination der Aminosäuren-Präparate, zur Heilung der Kinderlähmung - ZKL, zusammengestellt wird.
Behandlung der Hemmung der psychisch-sprachlichen Entwicklung mit Aminosäuren-Präparaten
Die metabolische Therapie hilft Kindern mit Hemmung der psychisch-sprachlichen Entwicklung und geistiger Behinderung unterschiedlicher Ursachen. Nach Angabe der psychophysiologischen Untersuchung wächst bei Kindern mit geistiger Behinderung die Geschwindigkeit der sensomotorischen Reaktionen. Die Kennziffern des kurzfristigen Seh- und Hörgedächtnisses sowie der Umfang und die Beständigkeit der willkürlichen Aufmerksamkeit wachsen, die kleine Motorik der Hände normalisiert sich. Solche höhere psychische Funktionen wie Wahrnehmung und Auffassung entwickeln sich und das trägt zur Entwicklung der abstrakt-logischen Form des Denkens, d.h. zur Steigerung des Intellektniveaus, bei.
Darüber hinaus wurde die Verringerung der Intensität der Erscheinung der neurotischen Störungen und der psychisch-emotionellen Spannung sowie die Normalisierung der Benehmensreaktionen registriert.
Bei Kindern mit dem Syndrom des Aufmerksamkeitsdefizites wird schon nach 1 bis 2 Behandlungskuren mit den Aminosäuren-Präparaten die Senkung der überschüssigen Aktivität, die Normalisierung des Benehmens und eine Vergrößerung des Aufmerksamkeitsumfanges beobachtet.
Je jünger das Kind ist, desto schneller wird ein positiver Effekt erreicht und desto wahrscheinlicher ist seine vollständige soziale und psychologische Rehabilitierung. Es gibt Problemkinder, bei denen Ärzte keine pathologische Krankheit des Nervensystems feststellen können. Diese Kinder gelten als ungehorsam, mit geschwächtem Gedächtnis, die sich schwer in das Schul-Lern-System einordnen und schnell ermüden. Auch der Kontakt zu den Eltern und Altersgenossen ist schlecht. Diese Symptome treten auch bei Kindern nach einer Stresssituation oder bei erhöhtem schulischen Druck auf. Bei diesen Problemkindern zeigt sich schon nach kurzer Zeit – 1-2 Behandlungskuren – Erfolg. Nach der Aminosäuren-Therapie sind diese Kinder ruhiger, das Gedächtnis verbessert sich, sogar das Lernen macht ihnen wieder Freude. Diese Behandlungsmethode kann sogar die Versetzung in eine Heilpädagogische Schule vermeiden.
Behandlung des Autismus mit Aminosäuren-Präparaten
Im Hintergrund der Aminosäuren-Therapie werden folgende positive Änderungen beobachtet: Die Aufmerksamkeit verbessert sich, die Kommunikation mit der Umgebung erweitert sich, es entstehen persönliche Pronomen in Bezug auf sich selbst, die Sprache verbessert sich, wird mehr gebunden und wird öfter für die Kommunikation verwendet, es gibt weniger Bewegungsstereotypen oder diese Stereotypen verschwinden, die Beziehung zum Spielen ändert sich. Das Ergebnis der Heilung ist von der Art und dem Verlauf der Krankheit abhängig. Wir können nicht erwarten, dass sich das Verhalten von autistischen PatientInnen völlig normalisiert, aber mit Hilfe von Aminosäuren werden Autisten kontaktfreudiger, selbständiger und damit werden sie in den Alltag eingegliedert.
Autismus von der Weltgesundheitsorganisation als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert, wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt.
In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen Frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, welches sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Viele Ärzte gehen jedoch mittlerweile von einem Autismusspektrum aus (Autismusspektrums-Störung), das verschiedene Schweregrade kennt.
- Autismus
- Atypischer Autismus
- Asperger-Syndrom
Atypischer Autismus, auch psychogener Autismus oder frühkindlicher Autismus mit atypischem Erkrankungsalter oder Symptomatik genannt, unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus dadurch, dass Kinder nach dem dritten Lebensjahr erkranken (atypisches Erkrankungsalter) oder nicht alle Symptome aufweisen (atypische Symptomatik)
Von besonderem Interesse ist die Anwendung der Aminosäuren-Therapie bei Kindern mit verschiedenen Varianten des Kinderautismus.
Verwendung der Aminosäuren-Präparate bei Erbkrankheiten - Down Syndrom
Es gibt gute Erfahrungen im Bereich der Verwendung der Aminosäuren bei verschiedenen monogenen Syndromen. Insbesondere gibt es positive Ergebnisse bei der Behandlung des Down-Syndroms, des Martin-Bell-Syndroms, des Williams-Syndroms usw. Bei Kindern mit solchen Krankheiten verbesserte sich die Sprache, es entstanden Kommunikationselemente, die Konzentration und die Aufmerksamkeit und die kognitiven Möglichkeiten verbesserten sich, die große und die kleine Motorik sowie die Fähigkeiten der Selbständigkeit wurden besser. Es wurde eindeutig die Verbesserung der Bewegungskoordination registriert, die Bewegungsenthemmung und die Bewegungsstörungen der Augen verringerten sich. Bei Kindern mit Rett-Syndrom kam es seltener zu Krampfanfällen und Ataxie, das Interesse gegenüber der Umgebung wuchs.
Das klinische Bild der meisten Erbkrankheiten schließt verschiedene neurologische Manifestationen und Hemmungen der psychisch-sprachlichen Entwicklung ein. Der Charakter und die Schwierigkeit der Störungen der Bewegungsentwicklung können von der minimalen statisch-motorischen Insuffizienz bis hin zu den schweren Formen der zerebralen Kinderlähmung und Störungen der sprachlichen und intellektuellen Entwicklung variieren. Auch gibt es Formen der minimalen psychisch-sprachlichen Insuffizienz bis hin zu schweren Formen der Retardierung, geistige Behinderung, Dysarthrie und Dysphasie. In der Kommunikationsentwicklung können die Störungen von leichten Besonderheiten des Benehmens und der Kommunikation mit der Umgebung (erhöhte Erregbarkeit, Verschlossenheit, Senkung des Interesses für die Umgebung) bis hin zu schweren Formen des Kinderautismus variieren.
Die Ursache des Down-Syndroms ist eine Chromosomenstörung, bei der zusätzliches Chromosomenmaterial des Chromosoms 21 vorhanden ist. Das Down-Syndrom ist mit einer auf 700 Geburten die häufigste angeborene Chromosomenstörung. Bei Menschen mit dem Down-Syndrom ist das Chromosom 21 oder ein Teil davon dreifach, statt üblicherweise zweifach, in jeder Zelle vorhanden (Trisomie 21). Meist liegt eine Verdreifachung des ganzen Chromosoms 21 vor (freie Trisomie 21.
Das Down-Syndrom kann unterschiedlich in Erscheinung treten. Charakteristisch sind körperliche Auffälligkeiten und eine sehr variable Intelligenzminderung. Zusätzlich zeigen sich gehäuft Fehlbildungen innerer Organe, wie z.B. Herzfehler, Seh- und Hörstörungen oder eine Leukämie. Die Prognose des Down-Syndroms hat sich einerseits durch die mögliche Behandlung der Folgeerkrankungen, andererseits aber auch durch intensive Förderungsmöglichkeiten der Betroffenen und ein umfassenderes Krankheitsverständnis in der Bevölkerung verbessert.
Inzwischen gilt diese psychoneurologische Symptomatik nicht als eine direkte, sondern als eine indirekte Folge des primären Gendefektes. Bei der Entstehung solcher Defekte spielen die Faktoren der Umgebung neben den genetischen Faktoren eine wesentliche Rolle.
In solchen Fällen wird keine irreversible organische Beschädigung der Neuronen einschließlich ihrer Mikrostruktur beobachtet, sondern es geht vorwiegend um Funktionsstörungen seitens der Nervenzellen. Bei genetisch bedingten Störungen der Entwicklung der psychoneurologischen Funktionen bewahrt das zentrale Nervensystem im Wesentlichen seine Plastizität und Kompensationsfähigkeit und die Neuronen selbst bewahren die Regenerations- und Entwicklungsfähigkeit. In diesem Zusammenhang ist die therapeutische Korrektur durchaus möglich
Alle Änderungen in der klinischen Symptomatik wurden durch die positive Dynamik der Kennziffern des EEG bestätigt. Bei über der Hälfte der PatientInnen wurde der Übergang der Kennziffern des EEG auf ein besseres Niveau registriert, es entstand insbesondere ein stabiler Alpha-Rhythmus, eine zonale Verteilung der Rhythmen und eine Abgleichung der Asymmetrie der Messungen.
Wirkung der Aminosäuren-Präparate bei Gehirnerkrankungen - Schlaganfällen und Kopftraumata
Bei dieser breiten Gruppe der Erkrankten mit unterschiedlicher neurologischer Symptomatik kann man bei rechzeitiger Verabreichung - nach dem Insult, ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Positive Veränderungen werden bei 80% der Fälle registriert, abhängig vom Zeitabschnitt, ab dem Insult. Nach aktuellem Zustand kann man eine Minderung oder Elimination der Spastik und Rigidität, eine Umfangvergrößerung der Gelenkbewegung, eine positive Auswirkung auf die Sprachfähigkeit, bis zur vollen Wiederherstellung beobachten.
Bei Patienten mit älteren Gehirnereignissen oder Trauma (ab ½ Jahr bis zu einigen Jahren) kann die Verabreichung von Aminosäure-Präparaten auch eine positive Auswirkung haben. Zum Beispiel bei ireversiblen Kontrakturen im Bereich des Ellbogens oder des Handgelenkes kommt es zu Minderung des Schmerzsyndroms.
Das Prinzip der Aminosäurewirkung ist unterschiedlich von der klassischen Therapie dieser Zustände (z.B. Nootropic). Sie wirken direkt im geschädigten Gewebe mittels diverser Mechanismen – die Neuronen erstellen neue Synapse oder es erwachen die „ schlafenden Zellen „ – es kommt zur teilweisen Regeneration oder zur gänzlichen Regeneration der verlorenen Funktion.
Die Aminosäuren-Präparate ermöglichen es, direkt auf die biochemischen Mechanismen der Nervenzelle zu wirken, den Erkrankten öffnet sich hiermit eine neue Perspektive zur Heilung von Gehirnereignissen.
Wirkung der Aminosäuren-Präparate bei der Parkinson-Krankheit
Die Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra sterben an der oxidierenden Wirkung von unverpacktem Dopamin. Durch den Mangel an Dopamin an anderer Stelle (in den Basalganglien) kommt es zu einem relativen Acetylcholinüberschuss. Zudem zeigt sich in einigen Regionen des Hirnstammes ein Serotonin- und Noradrenalinmangel. Die genannten Stoffe dienen als Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, um Impulse zwischen den Nerven weiterzuleiten. Sind diese Neurotransmitter nicht ausreichend vorhanden, kommt es zu massiven Einschränkungen, hier im Bereich der Motorik, sowie im psychischen, sensorischen und vegetativen Bereich. Die neurologische Symptomatik besteht aus Muskel-Rigidität (Steifigkeit), Bradykinese (allgemeine Bewegungsarmut), Gehstörung und Ruhetremor (Zittern).
Bei der klassischen Heilung verabreicht man hauptsächlich L-Dopa (Levodopa), eine Vorstufe des Dopamins. Nach mehrjähriger Einnahme von L-Dopa können unwillkürliche Bewegungen, so genannte Fluktuationen, auftreten, daher ist es notwendig die Dosis zu reduzieren.
Der Aminosäurenkomplex hat einen anderen Auswirkungs-Mechanismus. Dieser stimuliert die Nervenzellen zur Produktion des Dopamins und unterbindet degenerative Veränderungen der Neuronen in substantia nigra.
Ergebnis ist die Minderung der neurologischen Symptomatik, die Rigidität, Bradykinese, das Gehen und die kognitiven Funktionen verbessern sich.
Bei der Applikation von Aminosäuren-Präparate kann man die Applikation von Levodopa reduzieren und dadurch kommt es zur Minderung der Nebenwirkungen.
Wirkung der Aminosäuren-Präparate bei Amyotrophische Lateralsklerose
Amyotrophische Lateralsklerose, kurz ALS, ist eine degenerative Krankheit des motorischen Nervensystems. Es handelt sich um eine zunehmende Degeneration vor allem des oberen (ersten, im Gehirn) aber auch des unteren (zweiten, im Rückenmark) Motoneurons bzw. in peripheren Nerven. Infolgedessen kommt es zu einer irreversiblen Muskellähmung am ganzen Körper und schließlich auch der Atemmuskulatur. Die Amyotrophische Lateralsklerose (ALS) ist eine schnell voranschreitende, degenerative Erkrankung der Motoneuronen (Motoneuron-Erkrankung). Diese leiten Nervenimpulse vom zentralen Nervensystem (ZNS) zu den Muskeln des Körpers und sind daher für alle Bewegungsabläufe zuständig. Die Amyotrophische Lateralsklerose ist eine unheilbare Erkrankung.
Die Aminosäuren-Präparate können die neurodegenerativen Prozesse der Neurone aufhalten und vorübergehend den Verlauf der Erkrankung rückgängig machen. Durch die Auswirkung auf das Synaps-Ende regulieren sie den Glutamatspiegel und haben eine Inhibitionswirkung auf die postsynaptische Übertragungsphase. Sie tragen somit zur Verbesserung des ganzheitlichen Zustandes und Minderung der Krankheitssymptome, je nach einzelnen Formen, zu.
Die Lebensqualität und Lebenslänge des Erkrankten wird verbessert.
Wirkung der Aminosäuren-Präparate bei Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose (MS), häufig auch Encephalomyelitis disseminata, ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Bei der Multiplen Sklerose treten im Marklager von Gehirn und Rückenmark verstreut vielfache (multiple) entzündliche Entmarkungsherde auf, die vermutlich durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nervenzellfortsätze verursacht werden. Da die Entmarkungsherde im gesamten ZNS auftreten können, kann die Multiple Sklerose fast jedes neurologische Symptom verursachen. Sehstörungen mit Minderung der Sehschärfe und Störungen der Augenbewegung (internukleäre Ophthalmoplegie) sind relativ typisch, aber nicht spezifisch für die Multiple Sklerose.
Die Heilung von MS ist zurzeit noch nicht möglich. Allerdings kann eine Langzeittherapie das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Intensität der Krankheitsschübe vermindern. Bei einem akuten Krankheitsschub können, je nach Schwere, hoch dosierte Kortikoide gegeben werden. Der Krankheit kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vorgebeugt werden.
Was sich allerdings beeinflussen lässt, ist die frühzeitige Aminosäurenbehandlung. Die Aminosäurenpräparate wirken direkt auf die Ursache der Erkrankung. Die Fähigkeiten der Aminosäurenpräparate erlauben es, die Struktur des Myelin zu normalisieren. Die Anzahl der sklerotischen Herde – Plake wird gemindert und dadurch kommt es zu Verminderung der Erkrankungs-Progression. Die Symptome sind am Rückgang – die Bewegungen und Koordination der Bewegungen, das Gehen und die Muskelkraft, das Sehvermögen, verbessern sich.
Bei dieser komplizierten Behinderung kann man keinen garantierten Effekt erwarten, aber man kann in fast allen Fällen einen positiven Effekt erwarten.
Chronischer Stress
Weg zur Vorbeugung eines chronischen Stresses mit Hilfe von Aminosäuren
Zurzeit betrachten viele Forscher und Fachärzte den Mechanismus zur Bildung eines chronischen Stresses auf molekularem Niveau. Es ist eine Reihe von Störungen der biochemischen Reaktionen erkannt worden, welche die Erscheinung eines bezeichnenden Symptomkomplexes bestimmen. Es wird versucht, den Austausch von pathochemischen Prozessen mit Hilfe von natürlichen Metaboliten, wie z.B. Aminosäuren zu korrigieren. Diese Verbindungen gelten als Komponente des lebendigen Organismus und wirken daher günstig auf gestörte biochemische und physiologische Prozesse ein. Sie haben weder Nebenwirkungen noch Komplikationen, die bei der Einnahme von traditionellen Arzneimitteln unvermeidlich sind.
Man unterscheidet einige Entwicklungsphasen des chronischen Stresses:
1. Wie in den letzten Jahren festgestellt wurde, treten in der ersten Phase charakteristische Symptome (Aufmerksamkeitsmangel, Kurzzeitgedächtnis, erhöhte Reizbarkeit, vegetative Erschöpfung) als Folge der Änderung des Verhältnisses zwischen einzelnen Aminosäuren, welche bremsende und aktivierende Neurotransmitter sind, auf.
2. Das Auftreten von neuen Symptomen (Schlaflosigkeit, agitierte Depression, Störung der Arbeitsfähigkeit, Schwankungen des arteriellen Blutdruckes, Appetitlosigkeit, Impotenz usw.) ist durch eine Reihe von anderen komplizierten biochemischen Reaktionen und durch die Erschöpfung des Fonds von Antioxydanzien und Antistresshormonen bedingt. Dies tritt klinisch auf folgende Weise auf: Der Patient kann sich nicht konzentrieren und wechselt ständig die Körperposition. Es kommt zu Störungen im Herz-Kreislaufsystem, d.h. Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen hinter dem Brustbein und Atemstörungen. Es bildet sich das Syndrom des „gereizten Dickdarms“.
3. Das Schluss-Stadium eines langjährigen chronischen Stresses wird durch die Aktivierung von Zelluntergängen und von neurotischen Reaktionen sowie durch Gefäßstörungen gekennzeichnet. Im Hirn, Herz, Leber, Nieren und anderen Organen werden erste morphologische irreversible Änderungen registriert.
Eine richtig ausgewählte Aminosäurentherapie kann nicht nur das optimale Verhältnis zwischen den Brems- und Erregungsneurotransmittern wiederherstellen sondern auch den Kalziumüberschuss in den Zellen des Nervensystems beseitigen und die Synthese einer großen Gruppe von Neuropeptiden, welche die Verhaltensmechanismen des Menschen bestimmen, verstärken.
Konsultationszentrum der Aminosäurentherapie in Prag
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen zur Verfügung unter der Münchener Telefonnummer: 089 23 03 51 76,
Oder direkt in Prag unter der Telefonnummer: 00420 251 562 322
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Ihr Ansprechpartner: Frau Gerda Hazuchova
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Konsultationen: Montag - Freitag, 9:00 - 17:00 Uhr

